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Freitag, 29. Mai 2015

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Kurz nach Abfahrt haben wir ein Problem mit dem Navi, der Bildschirm wird blass, die Informationen sind fast nicht mehr sichtbar, das iPhone muss provisorisch montiert werden. Nach einiger Zeit kann das Problem gelöst werden: wenn die Stromversorgung richtig angeschlossen ist, lädt sich der Akku, die Betriebsspannung wird wieder erreicht, der Bildschirm leuchtet wieder......

2015 05 29 09 24 DSCN0738Durch winterliche Landschaft entlang des grossen, zugefrorenen Torneträsk (-Sees) erreichen wir die norwegischen Grenze. Während wir in Schweden nur wenige, kleine Ferienorte passierten, stehen ab der Grenze viele kleine farbige Ferienhäuschen in der Landschaft verteilt. Bald wird weit unten ein eisfreies Gewässer sichtbar, ein Fjord, und an den Bäumen und Büschen sind die Blätter schon recht gross.

Bis hierher waren wir fast allein auf der Strasse unterwegs, jetzt biegen wir in die E6 ein, die norwegische Süd-Nord-Transversale, der Verkehr nimmt spürbar zu. Bei Bardufoss werden wir von der E6 weg geleitet auf die Nebenstrasse 86, stoppen im sehr lebhaften Städtchen Finsness, um am Bancomaten norwegische Kronen zu beschaffen, und überqueren die Brücke zur Insel Senja.

Wir folgen der Hauptstrasse, stoppen an einer geeigneten Stelle, um uns endlich für einen Campingplatz zu entscheiden. Gemäss Papierkarte müssten wir wenden und bis zur Brücke zurück fahren, aber das Navi schlägt eine "schnellere" Route vor. So fahren wir über die Abkürzung auf sehr schlechter, schmaler Nebenstrasse quer über die Insel nach Botnhamn und übersehen den recht weit vor dem Fischerdorf, auf der anderen Seite des Fjords liegenden Fjordbotn Camping. Also einige Kilometer zurück....

Heute zurückgelegte Distanz: 391 km


Samstag, 30. Mai 2015

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Der Tag beginnt freundlich, aber bald ziehen dichte Wolken auf, immer wieder Regenschauer, also keine Wanderung und keine Fahrradtour...

Tagesziel ist die nördliche Spitze der Vesterålen-Insel Andøya, welche wir per Fähre ab dem Hafen Gryllefjord erreichen wollen. Wir wählen die schmale Strasse entlang der westlichen Küste, welche als Landschaftsroute empfohlen wird, passieren einige dunkle, roh ausgebrochen einspurige Tunnel, in denen die Ausweichstellen kaum auszumachen sind.

Wegen des Dauerregens machen wir keine Abstecher zu weiteren Fjords, sondern warten am Hafen einige Stunden. Um 18.45 Uhr trifft die Fähre ein, und pünktlich um 19.00 Uhr läuft sie aus Richtung Andenes. In der Zwischenzeit wird es, wie im Wetterbericht angekündigt, trocken, der Himmel klart auf, es wird sonnig.

Nach 1 Stunde und 40 Minuten und etwas Geschaukel erreichen wir die Vesteralen-Insel Andoya, verlassen die Fähre und fahren zum im nahen Ort Bleik gelegenen Campingplatz Midnattsol, der direkt am weiss-sandigen Strand liegt. Oben auf der Düne finden wir einen Platz mit Weitsicht über das Meer, ein idealer Ort, um den Lauf der Mitternachtssonne zu verfolgen.

Der Himmel ist fast wolkenfrei, kurz vor Mitternacht brechen wir zu einem Strandspaziergang auf. Die Sonne hat sich ganz langsam dem Horizont genähert, bewegt sich jetzt horizontal. Es ist taghell, im Fahrzeug kann ohne zusätzliche Lichtquelle gelesen werden.

Heute zurückgelegte Distanz: 90 km


Sonntag, 31. Mai 2015

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Die Sonne scheint noch immer, es ist fast windstill, wir nutzen das schöne Wetter und den neben dem Camper stehenden Picknick-Tisch für die erste Mahlzeit im Freien. Während der Fahrt der Westküste entlang, wieder auf einer norwegischen Landschaftroute, zum kleinen Fischerdorf Stø auf der Nachbarinsel Langøya bedeckt sich der Himmel, es bleibt aber trocken.

Der Camping Sto Bobilcamp erweist sich als grosser Kiesplatz, aber im dazugehörigen kleine Café/Restaurant gibt es Kaffee und hausgebackenen Kuchen.

Heute zurückgelegte Distanz: 154 km


Montag, 1. Juni 2015

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Über Nacht sind die Wolken weitgehend verschwunden, im Sonnenlicht sieht die Landschaft nicht mehr grau aus. Wir stoppen kurz bei der nahe gelegenen alten Kirche, die aber leider geschlossen ist.
Gegen Mittag, bei wieder sehr wenig Verkehr, erreichen wir die Hafenmole in Melbu, von wo wir nach sehr kurzer Warte- und 20 Minuten Übersetzzeit mit der Fähre Fiskebøl auf den Lofoten erreichen.

Auf der Fv888, einer Nebenstrasse, umrunden wir den nördlichen Teil der Insel auf der Westseite und gelangen nahe beim Aussichtspunkt Austnesfjorden rasteplass mot den Aussichtsplattformen wieder auf die E10.

Auf der Durchfahrt durch Kabelvåg besuchen wir die Lofotkatedralen, die grösste Holzkirche Nordnorwegens, erbaut im Jahre 1898.

Auf dem Sandvika Camping finden wir einen Platz direkt am Wasser, können zum ersten mal auf dieser Reise die Campingstühle heraus holen und im Windschatten die Nachmittagssonne geniessen, bis gegen Abend wie angekündigt Wolken aufziehen und erste Regentropfen fallen.

Heute zurückgelegte Distanz: 170 km


Dienstag, 2. Juni 2015

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Es regnet in Strömen, Jacken und Hosen werden während Abwasserentsorgung und Frischwassertanken triefend nass.

Heute besuchen wir das Fischereimuseum im nahe gelegenen Dorf Kabelvåg das Fischereimuseum Lofotmuseet sowie das Aquarium Lofotakvariet. Auf den kurzen Wegen zwischen den Gebäuden des Fischereimuseums werden wir noch mehr durchnässt.

Weiterfahrt nach Svolvaer ins Einkaufszentrum, wo wir beim Einkaufen und bei einem Imbiss rasch trocknen. Wetter wird besser, Fahrt zum Fischerdorf Henningsvaer, Bummel durch die pittoreske Ortschaft.

Einchecken im nahe gelegenen Lofot Bobilcamp, das recht gut besetzt ist mit Touristen.

Später fahren wir nochmals zurück nach Henningsvaer und geniessen im Restaurant Fiskekrug, das uns durch Norwegenfans in der Schweiz sehr empfohlen wurden, ein exzellentes Nachtessen in gepflegter Atmosphäre.

Heute zurückgelegte Distanz: 50 km


Mittwoch, 3. Juni 2015

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Der Tag beginnt recht sonnig, wir geniessen die Fahrt Richtung Süden auf der schmalen Strasse entlang der Ostküste bis ins Fischerdorf Ballstad, wo wir an einem schön gelegenen Pik-Nic-Tisch die Mittagspause verbringen. Als Tagesziel und Übernachtungsplatz haben wir den Camping Ramberg Gjestegard in Ramberg, an einem weiten, weissen Sandstrand ausgewählt.

Heute zurückgelegte Distanz:144 km


Donnerstag, 4. Juni 2015

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Heute wieder regnerisch, tief hängende Wolken, Wetteraussichten für die nächsten Tage unverändert schlecht.

Regenwetter - Museumswetter. Also zurück Richtung Leknes und zum Lofotr Vikingmuseum.

Anschliessend fahren wir an den Südzipfel der Insel und Besuchen am südlichsten Ende der Strasse, in der Ortschaft Å, das Norsk Fiskeværsmuseum. Es regnet noch immer in Strömen, von den angrenzenden Bergen ist nichts zu erkennen. Aber der Wind bringt den Duft der in der Nähe an grossen Gestellen trocknenden Kabeljauköpfe in jede Ecke des Dorfes und der Museumshütten...

Wir beschliessen, noch heute mit der Fähre von Moskenes nach Bodø auf dem Festland über zusetzen, fahren zur Anlegestelle und reihen uns in die dort schon wartenden Fahrzeuge ein. Die Fähre wird erst gegen Mitternacht in Bodø ankommen, wir werden also sehr spät am Campingplatz eintreffen. Nach mehreren Versuchen erreichen wir telefonisch die Rezeption, wir werden ungehindert einfahren und uns installieren können.

Nach 4 Stunden Wartezeit trifft die Fähre pünktlich ein, nach kurzer Zeit ist sie wieder abfahrbereit, und nach weiteren 3.5.Stunden sind wir im Hafen Bodø auf dem norwegischen Festland.

Der Bodosjoen Camping liegt nicht weit vom Ortszentrum.

Heute zurückgelegte Distanz: 50 km


Freitag. 5. Juni 2015

Heute beginnt die Fahrt entlang der Westküste Richtung Süden. Weiterlesen: Kystriksveien (Rv17)